Erstes LTE Netbook N350 von Samsung
Auf der IFA hat Samsung ein Netbook mit integriertem LTE Modem vorgestellt. Das LTE Netbook N350. Da LTE zur Zeit noch kaum verbreitet ist hat das Netbook auch ein integriertes HSPA Modem, das neben dem verbreiteten HSPA auch...[mehr]
Vodafones LTE Tarife unter der Lupe
Inzwischen sind weitere Details zu den LTE Tarifen von Vodafone bekannt geworden. Die zunächst genannten Preise von 39,99, 49,99 und 69,99 Euro beziehen sich auf die Sonderkonditionen bei der Ifa. Regulär werden die Preise noch...[mehr]
Erste LTE Tarife von Vodafone veröffentlicht
Bisher gab es viel Spekulationen darum, wie die zukünftigen LTE Tarife aussehen könnten, Vodafone hat sich jetzt als erster Anbieter aus der Deckung gewagt und seine LTE Tarifstruktur vorgestellt.
Auf der IFA hat Vodafone im...[mehr]
LTE Frequenzen
LTE ist in der Frequenznutzung wesentlich flexibler als beispielsweise UMTS. LTE Funkzellen können eine Bandbreite von 1,4, 3, 5, 10 oder 20 MHz nutzen. Je größer die Bandbreite ist, desto höher ist auch die verfügbare Datenrate. Durch die frei wählbare Bandbreite haben die Betreiber größtmögliche Flexibilität.
Zwei Frequenzbereiche sind für den Einsatz von LTE derzeit vorgesehen. Eine Option bietet das UMTS Erweiterungsband, auch IMT Extension Band, das im Bereich zwischen 2500 und 2690 MHz liegt. Dieser Frequenzbereich hat zwar schlechte Ausbreitungseigenschaften und auch die Gebäudedurchdringung ist nicht optimal, bietet aber die Möglichkeit LTE mit 20 MHz Kanalbandbreite zu betreiben, wodurch besonders hohe Datenraten möglich sind. Dieser Frequenzbereich wird insbesondere für die Versorgung der Stadtbereiche mit hoher Einwohnerdichte verwendet werden.
Eine weitere und für die Betreiber besonders attraktive Möglichkeit sind die im Zuge der
Digitalen Dividende frei werdenden Frequenzen zwischen 790 - 862 MHz zu nutzen. Attraktiv deshalb, weil diese Frequenzen eine deutlich größere Reichweite haben, wodurch beim Ausbau Kosten gespart werden können. Gerade in ländlichen Regionen ist damit eine nahezu flächendeckende Verfügbarkeit zu erreichen.
Ein Dritte denkbare Variante ist der Ausbau im 900 MHz Breich, der derzeit für GSM genutzt wird. Hier könnte in Zukunft ein Teil für die Verwendung von LTE freigeräumt werden.
Frequenzvergabe
Die oben genannten Frequenzen werden im zweiten Quartal 2010 versteigert. Zu versteigern sind im Bereich der Digitalen Dividende insgesamt 60 MHz, also 30 MHz gepaart, aufgeteilt in 5 MHz Blöcke. Die Versteigerungsmodalitäten sehen vor, dass die D-Netz Betreiber also Vodafone und T-Mobile jeweils 2 gepaarte 5 MHz Blöcke ersteigern dürfen. Die E-Netz Betreiber dürfen jeweils auf bis zu drei 5 MHz Blöcke bieten, wodurch ihnen ein Ausgleich der historisch bedingten Nachteile bei der Frequenzvergabe ermöglicht werden soll. Aufgrund der größeren Finanzstärke ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass die beiden großen sich jeweils 10 MHz gepaart ersteigern können, E-Plus und O² müssen sich dann die beiden übrig gebliebenen Blöcke teilen, wobei das Szenario denkbar ist, dass einer der beiden Netzbetreiber vollkommen leer ausgeht.
Die Netzbetreiber werden in diesem Frequenzbereich LTE nicht mit der höchstmöglichen Bandbreite von 20 MHz betreiben können, realistisch sind 10 MHz. Das hat zur Folge, dass auch die Datenraten geringer sind. Die theoretischen Angaben beziehen sich in der Regel auf 20 MHz. Eine LTE Zelle wird daher vermutlich deutlich unter 100 MBit/s zur Verfügung stellen können, eher 50 oder 60 MBit/s.
Der Frequenzbereich der Digitalen Dividende auch eine strategische Dimension, und ist Bestandteil der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Beim ausgegebenen Ziel 2010 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 1 MBit/s zu erreichen soll LTE in diesem Frequenzbereich einen Teil dazu beitragen. Aus diesem Grund wurden an die Vergabe Bedingungen geknüpft, die die Höchstbietenden zu erfüllen müssen. Diese Bedingungen betreffen die Versorgung in dünn besiedelten Regionen, zu diesem Zweck wurden Regionen nach Prioritäten eingeordnet.
Im Bereich 2600 MHz (IMT Extension Band) gibt es etwas mehr zu ersteigern, 14 gepaarte 5 MHz Blöcke und 10 Blöcke a 5 MHz ungepaart. Der mittlere, ungepaarte 50 MHz Bereich wird möglicherweise für WiMAX Netze in den Städten verwendet.
Das IMT Extension Band ist ein ganz besonderer Frequenzbereich. Es gibt keinen anderen Bereich, der derartig viel frei verfügbare und zusammenhängende Frequenzen bietet und sich für den Mobilfunk bzw. mobile Breitbanddienste eignet. Das IMT Extension Band bietet die besondere Chance für mehrere Netzbetreiber LTE mit einer Kanalbandbreite von 20 MHz zu betreiben, wodurch besonders hohe Datenraten möglich werden. Der Bereich 2600 MHz steht in sehr vielen Ländern für die LTE Nutzung zur Verfügung so, dass mit einer guten internationalen Kompatibilität der Endgräte gerechnet werden kann, davon profitieren sowohl Netzbetreiber als auch die Verbraucher.
LTE Anbieter
Nahezu alle großem Mobilfunkanbieter wie Alcatel-Lucent, Ericsson, NEC, NextWave Wireless, Nokia, Nokia Siemens Networks und Sony sind in die LTE Entwicklung involviert. Als erstes Unternehmen hat Samsung ein kommerzielles LTE Endgerät auf den Markt gebracht. Der LTE USB Stick von Samsung beherrscht ausschließlich LTE, ist also nicht in der Lage einen Handover in ein 3G Netz durchzuführen, und arbeitet im 2,6 GHz Bereich. Verkauft wird er derzeit mit Verträgen für die LTE Netze in Oslo und Stockholm.
Aufgrund der derzeit noch unklaren Situation, wie die
LTE Sprachübertragung technisch umgesetzt wird, sind LTE Handys frühestens Mitte 2010 zu erwarten, wahrscheinlicher ist jedoch Ende 2010. Gerüchten zufolge ist das derzeit in der Entwicklung befindende nächste
iPhone 4g LTE fähig.
Die
LTE Verfügbarkeit und erste Installationen, national und international werden in unserem LTE Atlas dokumentiert.
LTE Kosten

Die Preise pro übertragenem Bit werden bei LTE vermutlich um einiges günstiger werden, als das bei UMTS der Fall ist. Das hägt insbesondere mit der deutlich höheren Spektraleffizienz zusammen.
Davon werden insbesondere die zukünftigen
LTE Flatrate Tarife profitieren, die im Vergleich zu dem UMTS Flatrates deutlich günstiger ausfallen dürften. Schon der Einsatz von HSDPA bedeutet für den Provider einen um ca. 50% günstigeren Preis, die Kosten der Daten mit LTE betragen ca. 30% von der Übertragung mit HSDPA. Diese Werte sind geschätzt und orientieren sich an den Informationen der LTE Entwickler wie beispielsweise Motorola und Einschätzungen, die auf Berechnungen der erhöhten Effizienz basieren.
Mit der Einführung neuer mobiler Breitbanddienste wie LTE steigt auch das Backhaul- Datenvolumen also der Datendurchsatz zwischen Basisstation des Mobilfunkanbieters und Transportnetz extrem an. Investieren müssen Mobilfunkanbieter dem zufolge in eine deutlich leistungsfähigere Backhaul Infrastruktur, die mit dem steigenden Datenvolumen umgehen kann. Denkbar für diese Kapazität sind Ethernet oder Glasfaser Anbindungen.
Mit der Einführung von
Femtozellen könnten auch die Backhaul Kosten der Mobilfunkanbieter gesenkt werden. Dies gilt jedoch auch schon für UMTS und
HSPA. Da da das Datenvolumen bei LTE jedoch deutlich steigen wird, ist auch der Effekt entsprechend größer. Ob und wann Femtozellen in Deutschland etabliert werden ist jedoch noch völlig offen.
Auch die Kosten für LTE Endgeräte bzw.
LTE Handys werden Herstellern zufolge nicht allzu hoch werden, da sich die Kosten für LTE Chips in Grenzen halten.




