LTEmobile Aktuelles
Niedersachsen gibt 1,2 Mio Euro für Digitale Dividende Pilotprojekt
HANNOVER. "Es war ein schwieriger und zeitintensiver Vorlauf mit vielen Hindernissen, den wir gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich überwunden haben." Erfreut zeigte sich Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im...[mehr]
MWC 2010: Verizon setzt auf IMS
Der US Netzbetreiber Verizon Wireless hat auf dem MWC in Barcelona bekannt gegeben, die Sprachübertragung in Verizons LTE Netzen über das IP Multimedia Subsystem (IMS) zu realisieren.
Die IMS Technologie ist bereits im...[mehr]
MWC 2010: LTE mit 1GBit/s
Auf dem Mobile Word Congress in Barcelona hat Ericsson eine LTE Verbindung mit einer Datenrate von 1 GBit/s im Downlink hergestellt. Um diese hohe Datenrate zu realisieren hat Ericsson vier 20 MHz Trägerfrequenzen...[mehr]
LTE Advanced und IMT Advanced

- Offizielles LTE Advanced Logo
LTE Advanced befindet sich zurzeit in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. LTE Advanced wird im 3GPP Release 10 standardisiert, das sich derzeit noch im Bearbeitungszustand befindet. Die Spezifikation für dürfte vom 3rd Generation Partnership Project im ersten Quartal 2011 fertig gestellt werden.
LTE Advanced wird technisch so umgesetzt, dass es die IMT Advanced Anforderungen der ITU (International Telecommunication Union ) erfüllt. Die technischen Anforderungen, die an IMT Advanced gestellt werden lassen sich bei der ITU nachlesen: www.itu.int/dms_pub/itu-r/opb/rep/R-REP-M.2134-2008-PDF-E.pdf.
LTE Advanced wird unter der Maßgabe der Kompatibilität zum LTE Release 8 entwickelt. LTE Basisstationen können in einem LTE Advanced Netzwerk und ungekehrt betrieben werden, Rückwärtskompatibilität ist gegeben. Die durch IMT Advanced definierten Anforderungen sind relativ vielschichtig und beinhalten im Vergleich zu LTE komplexere Antennentechnologie und größere Up- und Downloadraten. Bei der Antennentechnik wird auf 8X8 MIMO realisiert. Auch MU-MIMO (Multi User MIMO) wird erstmalig im Release 10 zur Erhöhung der Spektraleffizienz spezifiziert.
Eine weitere wichtige Neuerung im Release 10 sind so genannte Relay Stationen, im englischen werden sie als "Relay Nodes" (RNs) bezeichnet. Sie sind dazu konzipiert die Abdeckung einer Zelle zu verbessern und auch in den Randgebieten der Funkzelle eine gute und schnelle Verbindung zu ermöglichen. Die Relay Stationen müssen dazu nicht an ein Backhaul angeschlossen werden, sie nutzen die Verbindung der Basisstation, Endgeräte erkennen sie aber als Basisstationen. Durch die Nähe zum Endgerät wird auch die Verbindung in Gebäuden verbessert.
Unter anderem müssen 4G-Technologien verschiedene Bandbreiten von bis zu 100 MHz unterstützen darunter auch 40 MHz. Für die FDD LTE Advanced Version sind auch asymmetrische Frequenzzuweisungen eingeplant. Für das LTE Release 8 muss muss das gepaarte Spektrum hingegen symmetrisch sein. Durch die skalierbaren Bandbreiten sind unterschiedliche Datenraten möglich. Die Spezifikationen sehen bei 100MHz Bandbreite Datenraten bis zu 1 Gbit / s vor. Die ITU hat folgende Spitzenwerte für die Spektraleffizienz definiert:
- Spektraleffizienz für den Downlink: 15 bit/s/Hz
- Spektraleffizienz für den Uplink 6.75 bit/s/Hz
Für LTE Advanced sind noch höhere Werte eingeplant, für den Downlink wird der Spitzenwert von 30 bit/s/Hz und für den Uplink 15 bit/s/Hz anvisiert. Zum Vergleich, beim LTE Release 8 liegen die Werte bei 15 für den Downlink und 3,75 für den Uplink.
Zur Entwicklung echter 4G Technologie trägt auch das deutsche Easy-C Projekt bei, an dem unter anderem Vodafone beteiligt ist und das vom Bildung und Forschungsministerium gefördert wird. 4G Testnetze des easy-c Projekts befinden sich in Dresden und Berlin.


