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10.3.2010

LTEmobile Aktuelles

Montag 22. Februar 2010

Niedersachsen gibt 1,2 Mio Euro für Digitale Dividende Pilotprojekt

HANNOVER. "Es war ein schwieriger und zeitintensiver Vorlauf mit vielen Hindernissen, den wir gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich überwunden haben." Erfreut zeigte sich Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im...[mehr]

Freitag 19. Februar 2010

MWC 2010: Verizon setzt auf IMS

Der US Netzbetreiber Verizon Wireless hat auf dem MWC in Barcelona bekannt gegeben, die Sprachübertragung in Verizons LTE Netzen über das IP Multimedia Subsystem (IMS) zu realisieren. 

Die IMS Technologie ist bereits im...[mehr]

Dienstag 16. Februar 2010

MWC 2010: LTE mit 1GBit/s

Auf dem Mobile Word Congress in Barcelona hat Ericsson eine LTE Verbindung mit einer Datenrate von 1 GBit/s im Downlink hergestellt. Um diese hohe Datenrate zu realisieren hat Ericsson vier 20 MHz Trägerfrequenzen...[mehr]

LTE Frequenzen

LTE ist in der Frequenznutzung wesentlich flexibler als beispielsweise UMTS. LTE Funkzellen können eine Bandbreite von 1,4, 3, 5, 10 oder 20 MHz nutzen. Je größer die Bandbreite ist, desto höher ist auch die verfügbare Datenrate. Durch die frei wählbare Bandbreite haben die Betreiber größtmögliche Flexibilität.

Zwei Frequenzbereiche sind für den Einsatz von LTE derzeit vorgesehen. Eine Option bietet das UMTS Erweiterungsband, auch IMT Extension Band,  das im Bereich zwischen 2500 und 2690 MHz liegt. Dieser Frequenzbereich hat zwar schlechte Ausbreitungseigenschaften und auch die Gebäudedurchdringung ist nicht optimal, bietet aber die Möglichkeit LTE mit 20 MHz Kanalbandbreite zu betreiben, wodurch besonders hohe Datenraten möglich sind. Dieser Frequenzbereich wird insbesondere für die Versorgung der Stadtbereiche mit hoher Einwohnerdichte verwendet werden.

Eine weitere und für die Betreiber besonders attraktive Möglichkeit sind die im Zuge der Opens internal link in current windowDigitalen Dividende frei werdenden Frequenzen zwischen 790 - 862 MHz zu nutzen. Attraktiv deshalb, weil diese Frequenzen eine deutlich größere Reichweite haben, wodurch beim Ausbau Kosten gespart werden können. Gerade in ländlichen Regionen ist damit eine nahezu flächendeckende Verfügbarkeit zu erreichen.

Ein Dritte denkbare Variante ist der Ausbau im 900 MHz Breich, der derzeit für GSM genutzt wird. Hier könnte in Zukunft ein Teil für die Verwendung von LTE freigeräumt werden.

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Frequenzvergabe

Spektrum der zu versteigernden Digitale Dividende Frequenzen

Die oben genannten Frequenzen werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2010 versteigert. Zu versteigern sind im Bereich der Digitalen Dividende insgesamt 60 MHz, also 30 MHz gepaart, aufgeteilt in 5 MHz Blöcke. Die Versteigerungsmodalitäten sehen vor, dass die D-Netz Betreiber also Vodafone und T-Mobile jeweils 2 gepaarte 5 MHz Blöcke ersteigern dürfen. Die E-Netz Betreiber dürfen jeweils auf bis zu drei 5 MHz Blöcke bieten, wodurch ihnen ein Ausgleich der historisch bedingten Nachteile bei der Frequenzvergabe ermöglicht werden soll. Aufgrund der größeren Finanzstärke ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass die beiden großen sich jeweils 10 MHz gepaart ersteigern können, E-Plus und O² müssen sich dann die beiden übrig gebliebenen Blöcke teilen, wobei das Szenario denkbar ist, dass einer der beiden Netzbetreiber vollkommen leer ausgeht.

Es ist nur theoretisch, aber die Modalitäten sehen auch ein Szenario vor, dass ein ganz neuer Netzbetreiber mit bietet, dieser dürfte bis zu 4 Frequenzblöcke ersteigern. Die Netzbetreiber werden in diesem Frequenzbereich LTE nicht mit der höchstmöglichen Bandbreite von 20 MHz betreiben können, realistisch sind 10 MHz. Das hat zur Folge, dass auch die Datenraten geringer sind. Die theoretischen Angaben beziehen sich in der Regel auf 20 MHz. Eine LTE Zelle wird daher vermutlich deutlich unter 100 MBit/s zur Verfügung stellen können, eher 50 oder 60 MBit/s.

Der Frequenzbereich der Digitalen Dividende auch eine strategische Dimension, und ist Bestandteil der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Beim ausgegebenen Ziel 2010 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 1 MBit/s zu erreichen soll LTE in diesem Frequenzbereich einen Teil dazu beitragen. Aus diesem Grund wurden an die Vergabe Bedingungen geknüpft, die die Höchstbietenden zu erfüllen müssen. Diese Bedingungen betreffen die Versorgung in dünn besiedelten Regionen, zu diesem Zweck wurden Regionen nach Prioritäten eingeordnet.

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Frequenzbereich 2500 bis 2690 MHz
Frequenzbereich 2500 bis 2690 MHz


Im Bereich 2600 MHz (IMT Extension Band) gibt es etwas mehr zu ersteigern, 14 gepaarte 5 MHz Blöcke und 10 Blöcke a 5 MHz ungepaart. Der mittlere, ungepaarte 50 MHz Bereich wird möglicherweise für WiMAX Netze in den Städten verwendet. Denkbar ist, dass dieser Bereich durch einen bisher kaum oder wenig in Erscheinung getretenen Betreiber ersteigert wird.

Das IMT Extension Band ist ein ganz besonderer Frequenzbereich. Es gibt keinen anderen Bereich, der derartig viel frei verfügbare und zusammenhängende Frequenzen bietet und sich für den Mobilfunk bzw. mobile Breitbanddienste eignet. Das IMT Extension Band bietet die besondere Chance für mehrere Netzbetreiber LTE mit einer Kanalbandbreite von 20 MHz zu betreiben, wodurch besonders hohe Datenraten möglich werden. Der Bereich 2600 MHz steht in sehr vielen Ländern für die LTE Nutzung zur Verfügung so, dass mit einer guten internationalen Kompatibilität der Endgräte gerechnet werden kann, davon profitieren sowohl Netzbetreiber als auch die Verbraucher.

LTE Anbieter

Nahezu alle großem Mobilfunkanbieter wie Alcatel-Lucent, Ericsson, NEC, NextWave Wireless, Nokia, Nokia Siemens Networks und Sony sind in die LTE Entwicklung involviert. Als erstes Unternehmen hat Samsung ein kommerzielles LTE Endgerät auf den Markt gebracht. Der LTE USB Stick von Samsung beherrscht ausschließlich LTE, ist also nicht in der Lage einen Handover in ein 3G Netz durchzuführen. Verkauft wird er derzeit mit Verträgen für die LTE Netze in Oslo und Stockholm.

Aufgrund der derzeit noch unklaren Situation, wie die Opens internal link in current windowLTE Sprachübertragung technisch umgesetzt wird, sind LTE Handys frühestens Mitte 2010 zu erwarten, wahrscheinlicher ist jedoch Ende 2010. Gerüchten zufolge ist das derzeit in der Entwicklung befindende nächste Opens internal link in current windowiPhone 4g LTE fähig.

Die Opens internal link in current windowLTE Verfügbarkeit und erste Installationen, national und international werden in unserem LTE Atlas dokumentiert.

 

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LTE Kosten

Die Preise pro übertragenem Bit werden bei LTE vermutlich um einiges günstiger werden, als das bei UMTS der Fall ist. Das hägt insbesondere mit der deutlich höheren Spektraleffizienz zusammen.

Davon werden insbesondere die zukünftigen Opens internal link in current windowLTE Flatrate Tarife profitieren, die im Vergleich zu dem UMTS Flatrates deutlich günstiger ausfallen dürften. Schon der Einsatz von HSDPA bedeutet für den Provider einen um ca. 50% günstigeren Preis, die Kosten der Daten mit LTE betragen ca. 30% von der Übertragung mit HSDPA. Diese Werte sind geschätzt und orientieren sich an den Informationen der LTE Entwickler wie beispielsweise Motorola und Einschätzungen, die auf Berechnungen der erhöhten Effizienz basieren.

Mit der Einführung neuer mobiler Breitbanddienste wie LTE steigt auch das Backhaul- Datenvolumen also der Datendurchsatz zwischen Basisstation des Mobilfunkanbieters und Transportnetz extrem an. Investieren müssen Mobilfunkanbieter dem zufolge in eine deutlich leistungsfähigere Backhaul Infrastruktur, die mit dem steigenden Datenvolumen umgehen kann. Denkbar für diese Kapazität sind Ethernet oder Glasfaser Anbindungen.

Mit der Einführung von Opens internal link in current windowFemtozellen könnten auch die Backhaul Kosten der Mobilfunkanbieter gesenkt werden. Dies gilt jedoch auch schon für UMTS und Opens internal link in current windowHSPA. Da da das Datenvolumen bei LTE jedoch deutlich steigen wird, ist auch der Effekt entsprechend größer. Ob und wann Femtozellen in Deutschland etabliert werden ist jedoch noch völlig offen.

Auch die Kosten für LTE Endgeräte bzw. Opens internal link in current windowLTE Handys werden Herstellern zufolge nicht allzu hoch werden, da sich die Kosten für LTE Chips in Grenzen halten.

 

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